mein leben mit den bewahrern
Wie alles begann, die frühen jahre:
wir schreiben das jahr 50 vor christus, ganz gallien ist von den römern besetzt. ganz gallien...halt nein, das ist eine andere geschichte^^
es war wohl im jahre 2002 als ich mir damals meinen ersten eigenen pc, oder wie ich die kiste so gerne nenne: composter, zugelegt habe. damals noch absoluter laie hatte ich sofort einen narren an rollenspielen gefressen, zu anfang noch diablo2, offline, später kam baldurs gate2 hinzu und noch etwas später entdeckte ich dass man diablo besser im geschlossenen battlenet umhaut (jamella das miststück kann einem echt den spass am zocken vergällen) weil nur darin der reiz dieses spieles lag.
im geschlossenen battlenet lernte ich dann auch sehr schnell was es bedeutet auf einen patch zu warten (until hell freezes over:D), und ebenda war es auch wo ich mir mein zukünftiges alter ego zugelegt habe: dexterward, in anlehnung an eines der besten stücke der phantastischen literatur "der fall charles dexter ward" aus der feder von howard philipp lovecraft. damals ahnte ich davon allerdings noch nichts.
geraume zeit später wurde ich von einem kumpel auf ein bald erscheinendes spiel aufmerksam gemacht, laut diverser spielzeitschriften der erste würdige nachfolger von diablo2, und die abgedruckten screenshots bestätigten das. ich hatte blut geleckt, mein leben hatte nur noch dieses eine ziel: sacred!
im februar 2004 war es endlich soweit, nach mehrmaligen verzögern erschien es endlich, und dank alphatecc war ich einer der ersten die nach der betaphase ihren account auf dem server hatten, die hatten das spiel nämlich schon vor dem erscheinungstermin im regal stehen:D
leider setzte sich das drama von diablo2 auch hier fort, zunächst einmal gieng rein garnichts, die server waren mit dem spielstart wohl schon so überfordert, dass sie erstmal wieder abgeschalten wurden, aber im gegensatz zu herr der ringe bot sacred auch einen offlinemodus, also meisterte ich das komplette spiel innerhalb von 2wochen in diversen nachtschichten und siehe da, kaum war diese hürde bewältigt funktionierten auch die server wieder.hinein ins geschlossene netz und ab nach ancaria, gobblins jagen.
damals wurde auch ratas urgroßmutter ins leben gerufen, eine jägerwaldelf (im fachjargon w11) die auf den stolzen namen methylendiaminmethamphetamin hörte...den zwerg psilocybin wollen wir an dieser stelle einfach mal unter den tisch fallen lassen, der hat mit rata nichts gemein.
sacred und meiner geliebten w11 blieb ich dann mehr oder weniger die nächsten jahre treu, daran änderte auch das addon underworld nichts, und auch mein bruder der all die jahre dark age of camelot gespielt hat konnte mich nicht zu einem dieser massenmultis überreden, auch wenn es oft sehr anstrengend war ihm zu erklären das ich es nicht einsehe für ein spiel geld zu zahlen. schließlich will ich mein reallife nicht von einem spiel abhängig machen.
ich glaube im juni letzten jahres war es, als er mir dann sein neuestes gezeigt hat, herr der ringe online, und ich war sofort hellauf begeistert, auch wenn ich noch 3 monate gebraucht habe um mich endlich dazu durchzuringen mittelerde zu betreten. aber auch der festivalsommer war irgendwann vorbei und mir wurde langweilig, also musste ein neues spiel her, was lag da also näher.
also nichts wie hin zum media markt und 30tage mittelerde gekauft, die damalige freundin heim geschickt und dann....
...erstmal eine nacht lang downloaden und installieren:(..sonntag morgen um 5 war dann endlich die geburtsstunde von Ratatorsk!
wie alles begann, endlich in mittelerde:
als sich klein rata vom düsterwald nach thorins tor aufmachte um den epischen prolog in angriff zu nehmen hatte sie von tuten und blasen noch keine ahnung. völlig unerfahren tapste sie durch die finsteren wälder ered luins und wurde nur allzu oft opfer von bösen und zwielichtigen gestalten und wilden tieren...jemand hätte ihr vieleicht auch sagen sollen das der sinne eines massenmultiplayers nicht darin besteht alleine durch die lande zu ziehen.
aber erstaunlich schnell kam sie trotzdem voran, es dauerte nicht lang da war sie schon 8, zu diesem zeitpunkt lief ihr ein etwas betagterer waffenmeister über den weg der ihr erstmal das eine oder andere erklärte (kleine brüder sind oft grausam doch hin und wieder ein segen:D) auch eine kleine aber feine finanzspritze war zum abschied drin, und da ward er gesehen...die untreue tomate machte sich wieder auf in die alten gefilde und umkäpft wieder das dunkle zeitalter um camelot!
naja, so vergiengen etwa 2 wochen echtzeit als rata mit etwa 17 an der einsamen herberge angelangte und dort für zucht und ordnung sorgte. inzwischen hatte sie gelernt dass man mit gefährten ab und an doch weiter kommt und auch den tittenbonus ausspielen viel ihr zusehends leichter;-)...das gieng auch alles gut bis sie den auftrag erhielt einen ekelhafen kleinen bilwiss umzuhauen der auf den namen nishrukh hört. ihr erster gedanke war:"da gabs wohl mal wieder konsonanten im sonderangebot!"
viele vergebliche versuche mit diversen verschiedenen mitstreitern später gelang ihr die einsich, diesem mistkerl ist nicht beizukommen ohne anständige gefährten, doch siehe da...da steht was im SNG...ein kleiner barde sucht noch für seine gruppe verstärkung. wobei klein nach heutigem standpunkt, matras war damals etwa 3 oder 4 lvl über rata.
der kampf war hart, der bilwiss zäh, aber nach einer halben ewigkeit war nishruk endlich in den ewigen jagdgründen und auf dem rückweg haben wir den mistkerlen auch noch diese dämliche statue abgeluchst und die ganze gefährtengruppe war müde aber glücklich. wenn ich mich noch recht entsinne waren es damals ausser matras und rata noch nala, philo und curu, kryo die mir beistanden.
bis dato hatte es rata eigentlich immer vermieden einer sippe bei zu treten, wollte sie doch mit dem oben genanten waffenmeister eine eigene gründen, aber daraus wurde dann ja nichts mehr. auch war rata zu so vorgerückter stunde nicht mehr die fitteste, umso mehr wunderte sie sich, dass ihre laienhafte darbietung von matras damit honoriert wurde zu den bewahrern eingeladen zu werden. anfangs zierte sie sich noch ein bisschen aber als der kleine matras versicherte, dass es nicht mit irgendwelchen verpflichtungen verbunden sei und man bei den bewahrern zu nichts gezwungen wird ausser vieleicht zum fröhlichen beisammensein im sippenchannel war auch rata gerne bewahrer, nichtsahnend der dinge die da noch folgen würden.
